Umzug trotz Immobilienbesitzes?

Ein Eigenheim ist ja nicht nur ein Zuhause, sondern auch ein Stück Sicherheit, eine Verbundenheit mit der Stadt, in der man lebt und eine solide Altersvorsorge. Daher wählen zukünftige Eigenheimbesitzer sorgfältig aus, wo sie sich eine Immobilie kaufen, schließlich soll es ja gewissermaßen eine Anschaffung fürs Leben sein. Doch was, wenn sich der Lebensmittelpunkt irgendwann ändert?

Heimatgefühle in Stein gehauen

Meistens wählen Immobilienkäufer ihre Heimat aus, um sich niederzulassen. Nicht selten kehren die, die für Studium oder ersten Job in andere Regionen gezogen sind, sogar wieder in ihre Heimat zurück, um dort ein Haus zu bauen oder zu kaufen. So wird ein Berliner am ehesten im Berliner Raum sesshaft und ein Düsseldorfer wird sich ein Baugrundstück oder ein Haus rund um die Landeshauptstadt und Rheinmetropole suchen. Doch manchmal kommt es eben anders, als man denkt und private oder berufliche Veränderungen zwingen zum Umzug. Was tun mit der Immobilie? Verkaufen? Vermieten? Die Entscheidung ist nicht leicht und die Tatsache, dass man dabei noch unter Zeitdruck steht, macht es nicht einfacher: Die Heimat hinter sich lassen, ohne ein Zuhause, in das man zurückkehren kann. Doch der Verkauf einer Immobilie bringt finanzielle Vorteile und vielleicht sogar den Grundstock für ein neues Eigenheim am neuen Wohnort. Daher entschieden sich die meisten Eigenheimbesitzer erst dann mit leichtem Herzen, wenn sicher ist, dass sie ihr Haus verkaufen Düsseldorf oder eben Berlin zu verlassen. Ein Verkauf hat gegenüber einer Vermietung viele Vorteile.

Kein Schrecken ohne Ende

Gerade bei Einfamilienhäusern ist die Vermietung einer Immobilie, ob in Düsseldorf, Berlin oder sonst wo, mit dem Hintergedanken, sie vielleicht irgendwann wieder selbst zu nutzen, eher schwierig. Ein Mietverhältnis ist schließlich in Deutschland rechtlich allzu gut geschützt und oft wird es für Vermieter schwierig, gegenüber dem Mieter ihre Rechtsinteressen durchzusetzen. Mietnomaden und Messies sind nur eine von vielen Horrorvorstellungen für Vermieter. Gerade aus der Ferne ist die Betreuung und Verwaltung des ehemaligen Eigenheims nur schwer zu machen. Und sollte man sich doch entschließen, das Haus verkaufen zu wollen, müsste man den Mieter erst einmal wieder "loswerden". Gesetzt den Fall, dass man sich in der neuen Heimat unerwartet wohlfühlt und sich entschließt, sich dort niederzulassen und wieder ein Eigenheim zu kaufen, wird man das Kapital dringend brauchen.

Letztlich hängt die Entscheidung davon ab, wie lange man die Heimat verlassen will, wie sicher man ist, zurückkehren zu wollen und ob man es sich leisten kann, eventuell noch ein zweites Eigenheim zu erwerben. Eine mögliche Lösung wären befristete Mietverträge, die Vermietung an Personen seines Vertrauens oder sogar innerhalb der Familie. Möglich sind auch Vereinbarungen, die den Mieter entsprechend abfinden, wenn er wegen Verkaufs ausziehen muss. Wichtig ist nur, sich darüber vorher ausreichend Gedanken zu machen, damit am Ende nicht eine böse Überraschung wartet.