Sinnvolle Absicherung durch Rechtsschutzversicherung

"Sowas passiert mir sowieso nicht" denken die einen, "man kann ja nie wissen, was passiert" die anderen. Vor allem wenn man konfliktfreudige Nachbarn oder Arbeitgeber hat, greifen die meisten doch auf eine Rechtsschutzversicherung zurück und sichern sich so für den Fall einer Anklage oder bei Streitigkeiten im Alltag ab.

Die Art der Versicherung sowie die Konditionen und Tarife richten sich immer nach der Anstellung des Versicherungsnehmers und seiner persönlichen Risikofaktoren. Man kann in eine Rechtsschutzversicherung unterschiedliche private wie berufliche Bereiche mit einbringen, nach denen sich folglich auch die monatliche Prämie individuell berechnet. In den meisten Fällen zahlt sich allerdings schon ein monatlicher Beitrag von rund 40 Euro im deutlichen Problemfall aus.

Verkehrs- und Grundstücksrechtsschutz

Der Rechtsschutz Verkehr deckt beispielsweise alle Fälle ab, die das Auto oder den Straßenverkehr betreffen während der Wohnungs- und Grundstücksrechtschutz hingegen gerichtliche Prozesse rund um die Miet- oder Eigentumswohnung sowie das eigene Haus absichert. Man muss selbst ja gar nichts Böses wollen oder auf eine Anklage aus sein, allerdings kann einem ja auch ein konfliktfreudiger Nachbar wegen einer noch so kleinen Lappalie den Prozess machen und die gerichtlichen Kosten dafür würden den meisten dann hart zu Buche schlagen.

Privatrechtsschutz

Der Privat Rechtsschutz, der eben solche Probleme und Meinungsverschiedenheiten im Alltag beinhaltet, ist eigentlich das wichtigste Modul, das bei keiner Police fehlen darf. Die ungeplanten Anwaltskosten zur Abwehr einer solchen Klage könnten ein tiefes Loch in jedes Portemonnaie reißen, weshalb die Vorteile einer solchen Versicherung wesentlich schwerer wiegen als die monatlichen/jährlichen Beiträge für diese Art der Absicherung.

 

Berufsrechtsschutz

Neben dem privaten Bereich sollte man sich aber auch um einen ausreichenden Rechtsschutz im beruflichen Bereich kümmern, der sich auf die Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber konzentriert. Mögliche Fälle, in denen die Rechtsschutzversicherung wirksam werden könnte sind Abmahnungen, Abfindungen oder die ausbleibende Lohnauszahlung.

 

Rechtsschutz für Selbstständige

Das Risiko, in rechtliche Auseinandersetzungen im Beruf zu gelangen, betrifft insbesondere auch eine Vielzahl von Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen. Gerade weil sie weniger durch einen Arbeitgeber abgesichert sind, übernimmt eine Rechtsschutzversicherung das Kostenrisiko eines Rechtsstreits und schafft dadurch eine gewisse Chancengleichheit, weil man sich aufgrund der Versicherung auch einen spezialisierten Anwalt leisten kann. Nun ist es aber natürlich problematisch, den passenden Anbieter und einen entsprechenden Tarif zu finden, schließlich hängen die Versicherungskonditionen maßgeblich von der Art der Beschäftigung, der Größe des selbstständigen Gewerbes sowie möglichen beruflich genutzten Kraftfahrzeugen ab.

Es ist in jedem Falle empfehlenswert, sich unabhängige Beratung einzuholen und verschiedene Angebote zu vergleichen. Als Selbstständiger kann man ein umfassendes Komplettpaket (Firmenrechtsschutz, Arbeitsrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz, Gewerberechtsschutz sowie einem Privaten Rechtsschutz) versichern oder sich das jeweilige Paket individuell aus einzelnen Bausteinen zusammensetzen, um so einen Rechtsschutz für alle Fälle abzuschließen. In erster Linie sollte nicht auf den Preis geachtet werden, sondern darauf, dass der Versicherungsschutz dem eigenen Bedarf tatsächlich entspricht und er einen im Rechtsstreit wahrlich in den richtigen Bereichen absichert. Dann zahlt sich auch eine etwas höhere Police in jedem Falle immer aus.